Sidur - Fragen & Antworten rund um Rauchmelder

Wir beantworten alle Fragen rund ums Thema Rauchmelder.

Sidur - Rauchmelder für die Wohnungswirtschaft

Häufig gestellte Fragen

Auf einige Fragen rund um das Thema Rauchmelder treffen wir in unserer täglichen Arbeit immer wieder. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Gibt es spezielle Anforderungen an Personen, die die Rauchmelderwartung vornehmen?

Der aktuelle Entwurf zur Änderung der DIN 14676 vom September 2010, vorgesehen als Ersatz für DIN 14676 / 2006-08, gibt die Anforderungen an Personen, die eine Rauchmelderwartung durchführen, vor.

So darf die Wartung und Prüfung der Funktionsfähigkeit von Rauchmeldern zukünftig nur noch durch eine Fachkraft für Rauchwarnmelder vorgenommen werden, deren technische Kompetenz der Projektierung, Installation und Instandhaltung von Rauchmeldern durch eine Prüfung nachgewiesen wurde.

Gehen Sie als Verwalter auf Nummer sicher – übergeben Sie die verantwortungsvolle Prüfung der Rauchmelder und die Verantwortung für die einwandfreie Gerätefunktion unserer Kompetenz.

Unsere Facharbeiter werden ausgiebig in Technik und Funktionsweise von Rauchmeldern, den Anforderungen der Normen DIN 14676 und DIN EN 14604 sowie den herstellerspezifischen Besonderheiten von Rauchmeldern geschult.

Was ist unter einer "Echt-Alarm-Garantie" zu verstehen?

Die „Echt-Alarm-Garantie“ besagt, dass bei normaler Nutzung der Rauchmelder und normalen Umwelteinflüssen keine Fehlalarme bei den Geräten auftreten.

Der Nutzer erhält bei technischen Fehlauslösungen des Rauchwarnmelders - Alarmauslösung ohne Brandursache - einen kostenlosen Austausch des betroffenen Gerätes.

Weitere Aufwendungen sind nicht Bestandteil der Garantie.

Die Laufzeit der „Echt-Alarm-Garantie“ und der Gerätegarantie entspricht bei Erfüllung der Garantiebedingungen der Dauer des abgeschlossenen und gültigen Servicevertrages, längstens jedoch 10 Jahre beginnend mit dem Montagedatum.

Erfüllt die Fernwartung von Rauchmeldern ohne Wohnungszutritt alle Vorgaben der DIN-Norm?

Die Antwort lautet ganz klar: Nein, die Fernwartung erfüllt diese Anforderungen nicht!

Auch wenn durch einige Messdienstunternehmen des Öfteren anderslautende Aussagen und Angebote verbreitet wurden, schreibt die DIN 14676 (und der neue Entwurf zur Überarbeitung der DIN 14676 vom 09/10) ganz klar eine Sichtprüfung vor, bei der zu kontrollieren ist, ob die Raucheindringöffnungen frei von Verschmutzungen sind, ob Beschädigungen vorliegen und ob die unmittelbare Umgebung des Rauchmelders das ungehinderte Eindringen von Brandrauch ermöglicht oder behindert.

Bei Wettbewerbern, die die Funkwartung von außerhalb der Wohnungen propagieren, muss die Durchführung der vorgeschriebenen Sichtprüfung durch den Eigentümer, die Hausverwaltung oder einen anderen beauftragten Dritten erfolgen. Da die Sichtprüfung trotz Funkwartung durchgeführt werden muss, wird somit die Verantwortung für diesen Wartungspunkt vom „Wartungsunternehmen“ auf den Auftraggeber übertragen.

Können das Verhalten des Wohnungsnutzer oder Umwelteinflüsse die Funktion des Rauchmelders beeinflussen?

Diese Frage ist ganz eindeutig zu bejahen. Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsbedingungen, die außerhalb der „normalen“ Wohnungsverhältnisse liegen, können die Funktionsfähigkeit des Rauchmelders negativ beeinflussen und einen Fehlalarm auslösen. Minustemperaturen oder Temperaturen über 50 Grad (Dachboden) sind ebenso zu vermeiden wie Wasserdampfwolken infolge langen Badens oder Duschens.

Gleiches gilt für jede Art von in den Rauchmelder eindringende Fremdkörper. Erhöhtes Staub- oder Schmutzaufkommen, (Beispiel Wohnungsrenovierung) oder Kleinstlebewesen (Beispiel Gewitterfliegen), die in die hochempfindliche Messkammer des Rauchmelders gelangen, können einen Fehlalarm auslösen. Gleiches gilt natürlich, wenn der Rauchmelder mit Farbe überstrichen wird.

Gern geben wir Ihnen weitere Tipps zur Vermeidung eines Fehlalarms.

Ist die jährliche Wartung durch den Mieter möglich?

Um Mieter nicht mit der neuen Betriebskostenposition der jährlichen Rauchmelderwartung zu belasten, spielen Verwalter und Wohnungsunternehmen teilweise mit dem Gedanken, die Wartung nicht durch ein externes Dienstleistungsunternehmen, sondern durch die eigenen Mieter durchführen zu lassen.

Auf der Basis der zurzeit gültigen DIN 14676 ist dieses prinzipiell möglich. In einem solchen Fall sind die Wartungsaufgaben mittels Ergänzungsvereinbarung zum Mietvertrag auf den Mieter zu übertragen, ähnlich der Streupflicht.

Nachteil: Der Vermieter bleibt in der Haftung (sog. Sekundärhaftung im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht). Der Vermieter haftet dafür, dass er nur solchen Mietern die Wartungspflicht überträgt, die physisch und geistig in der Lage sind, diese auch ordnungsgemäß durchzuführen. Einem Mieter, der z.B. wegen Alters, körperlicher Gebrechen, nicht vorhandener Geschäftsfähigkeit oder fehlendem technischen Verständnis nicht in der Lage ist, die Wartung eines Rauchwarnmelders vorzunehmen, kann der Vermieter nicht mit für sich haftungsbefreiender Wirkung die Wartung übertragen.

Liegen die o.g. Kriterien nicht vor, ist der Mieter also allen Anscheins in der Lage, die jährliche Wartung selbst vorzunehmen, muss der Vermieter bei einem eventuellen Schadensfall aber trotzdem per Einzelfallprüfung nachweisen, dass er trotz der Übergabe der Verantwortung an den Mieter seiner Aufsichtspflicht als Eigentümer / Verwalter nachgekommen ist. Dazu muss er stichprobenartig bei Mietern nachfragen und sich dokumentieren lassen, dass die Rauchmelder dauerhaft betriebsbereit sind, sich möglicherweise auch zusätzlich persönlich davon überzeugen. Es kann ja nicht ausgeschlossen werden, dass die Mieter zwar die Durchführung der Wartung bestätigen, diese aber tatsächlich nicht vorgenommen haben. Aber - Zutritt zu den Mieterwohnungen zur Überprüfung zu erhalten, ist nicht immer leicht.

Des Weiteren haben die Versicherungen die Möglichkeit, einen Verstoß gegen die Obliegenheitspflicht vorzubringen, denn dann wird bei den meisten Brandschutzversicherungen die Haftung außer Kraft gesetzt. Obliegenheitspflicht bedeutet, dass Forderungen zuständiger Behörden, Regelungen, Richtlinien etc. und der Stand der Technik eingehalten werden müssen. Kann hier dem Eigentümer / Verwalter ein Versäumnis nachgewiesen werden, sind die Versicherungen berechtigt, die Schadenserstattung zu verweigern.

Zur Beachtung:

Der im September 2010 vorgelegte Entwurf einer aktualisierten Fassung der DIN EN 14676 fordert zukünftig einen Kompetenznachweis für die Projektierung, Installation und Instandhaltung/Wartung von Personen, die die jährliche Wartung vornehmen.

Gehen Sie auf Nummer sicher!

Vertrauen Sie unseren geschulten Mitarbeitern, die über die erforderliche Fachkompetenz verfügen und Ihnen die Verantwortung für dieses sensible Sicherheitsthema abnehmen.