Sidur - Normen & Richtlinien

Sicherheit geht vor - wichtige Richtlinien für Rauchmelder.

Sidur - Rauchmelder für die Wohnungswirtschaft

Normen & Richtlinien

Folgend haben wir alle relevanten Informationen verschiedener Normen und Richtlinien zum Thema Rauchmelder für Sie zusammengefasst.

DIN EN 14604

Jeder Rauchmelder, der in Deutschland montiert wird, muss nach der europäischen Produkt- und Prüfnorm DIN EN 14604 zertifiziert sein. Dieses ist verbindlich in der Anwendungsnorm DIN 14676, welche auf nationaler Ebene, Planung, Einbau, Betrieb und Instandhaltung von Rauchwarnmeldern regelt, festgelegt.

DIN EN 14604 - Weitere Informationen

Die DIN EN 14604 legt Anforderungen, Prüfverfahren sowie Leistungskriterien für Rauchwarnmelder fest, die für Anwendungen in Haushalten oder für vergleichbare Anwendungen im Wohnbereich vorgesehen sind. Sie gilt nicht für Rauchmelder in Anlagen mit getrennten Steuer- und Anzeigeeinrichtungen, d.h. Brandmeldeanlagen.

Zum Nachweis der Konformität eines Rauchmelders mit der DIN EN 14604 muss eine Typprüfung durchgeführt werden. Diese Typprüfung wird durch eine unabhängige Produktzertifizierungsstelle durchgeführt, die auch das entsprechende Zertifikat vergibt.

Um mit der DIN EN 14604 übereinzustimmen, muss jeder Rauchmelder zum Beispiel folgende Anforderungen und Leistungskriterien erfüllen:

  • Verfügt der Rauchmelder über eine Warnanzeigelampe, muss diese rot sein.
  • Bevor die Batteriekapazität auf einen Wert abgesunken ist, der eine ordnungsgemäße Alarmierung nicht mehr ermöglicht, muss ein unverwechselbares akustisches Störungssignal für die Dauer von mindestens 30 Tagen generiert werden.
  • Als verbindliche Vorsichtsmaßnahmen gegen Falschalarme muss der Rauchmelder so ausgelegt werden, dass eine Kugel (simuliert ein eindringendes Insekt) mit einem Durchmesser von (1,3 ± 0,05) mm nicht in die Rauchmesskammer eindringen kann. Weitere Vorsichtsmaßnahmen gegen Falschalarme durch das Eindringen wesentlich kleinerer Insekten sind auf freiwilliger Basis möglich.
  • Das Alarmsignal muss mindestens 85 dB(A) bei 3 m Abstand betragen.
  • Innerhalb definierter Ober- und Untergrenzen äußerlicher Fremdeinwirkungen wie Luftbewegungen, Hitze, Kälte, Luftfeuchtigkeit, künstliche Lichtquellen, korrosive Einflüsse von Schwefeldioxid, mechanische Schläge oder Dauerschwingungen muss der Ansprechschwellenwert eines Rauchmelders eine zuverlässige Alarmdetektion gewährleisten und darf keinen Fehlalarm auslösen.
  • Der Rauchmelder muss auf 4 verschiedene Testfeuer (Holzschwelbrand, Baumwolleschwelbrand, offener Kunststoffbrand und offener Flüssigkeitsbrand), die sich u.a. durch unterschiedliche Arten von Rauchpartikeln unterscheiden, innerhalb einer festgelegten Zeitspanne reagieren und einen Alarm auslösen.

Zur Beachtung:

Der im September 2010 vorgelegte Entwurf einer aktualisierten Fassung der DIN EN 14676 weist einige Detailänderungen, aber auch Neuerungen, gegenüber der Version 2006-08 auf. So ist zukünftig ein Kompetenznachweis für Dienstleistungserbringer erforderlich, die Wandmontage von Rauchmeldern ist unter bestimmten Bedingungen möglich und der Montageort ist im Rahmen der jährlichen Wartung zusätzlich zu überprüfen.

Die Prüfung der Raucheintrittsöffnungen, deren eventuell erforderliche Reinigung sowie die Überprüfung des Montageortes machen auch zukünftig eine Vor-Ort-Wartung in der Wohnung nötig.

vfdb-Richtlinie 14-01

Die vfdb-Richtlinie 14-01 für Rauchmelder legt Anforderungen, Prüfverfahren und Leistungsmerkmale für Rauchwarnmelder fest, die zusätzlich zu der technischen Norm DIN EN 14604 gelten und somit auf die erhöhten Anforderungen der Wohnungswirtschaft zugeschnitten sind.

vfdb-Richtlinie 14-01 - Weitere Informationen

Rauchmelder, die die vfdb-Richtlinie 14-01 erfüllen, verfügen über eine fest verlötete Batterie mit mindestens 10 Jahren Batterielebensdauer, eine erhöhte elektromagnetische Verträglichkeit, die Fertigung entsprecht dem Industriestandard IPC- A-610DE, 2005:02, Klasse 2, die Prüfkriterien der DIN EN 54-7 (Brandmeldeanlagen) hinsichtlich feuchter Wärme, Schwefeldioxideinfluss und Stoß- und Schwingbelastung werden erfüllt und die Rauchmelder sind unempfindlich gegen Temperaturwechselbeanspruchungen.

Unsere Produktauswahl bietet Ihnen Rauchmelder, die die erhöhten Anforderungen der vfdb Richtlinie 14-01 und somit genau die Bedürfnisse der Wohnungswirtschaft erfüllen – Profitieren Sie von der einmaligen sidur-Produktvielfalt und entscheiden Sie sich für einen unserer Rauchmelder der Spitzenklasse.

In diesem Zusammenhang wird von Wettbewerbern, die der Wohnungswirtschaft kein Rauchmeldersortiment, sondern nur 1 Gerät „zur Auswahl“ anbieten, gern der Versuch unternommen, ihrem hauseigenen Rauchmelder außergewöhnliche Qualitätsmerkmale mittels frei erfundener Gütesiegel ohne normative Grundlage zuzuschreiben.

DIN 14676

Die Anwendungsnorm für Rauchwarnmelder, die DIN 14676 - Rauchwarnmelder für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung regelt die Planung der Montageorte, die Anzahl der Rauchmelder sowie die erforderlichen Verhaltensregeln zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit, die Instandhaltung und Wartung der Rauchmelder. Eine verbindlich vorgegebene Montagetechnologie legt die Norm nicht fest, d.h. neben der Schraubmontage ist auch die Klebemontage zulässig (sofern der spezielle Rauchmelder die Schlag- und Schwingprüfungen der DIN EN 14604 erfüllt).

DIN 14676 - Weitere Informationen

Planung / Einbau

  • Nur der Einsatz von Rauchwarnmeldern nach DIN EN 14604 ist zulässig.
  • Ein Rauchwarnmelder pro Raum ist ausreichend, sofern dieser Raum nicht größer als 60 qm ist; bei größeren Räumen sind weitere Rauchwarnmelder erforderlich.
  • Bei der Mindestausstattung gemäß DIN 14676 sind Rauchwarnmelder in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in den Fluren, die als Rettungswege dienen, zu installieren.
  • Bei der durch die DIN empfohlenen Ausstattung sind zusätzlich alle Wohn- und Arbeitsräume mit Rauchmelder auszustatten. Auch in Treppenhäusern oder Räumen mit Galerie in der obersten Etage wird der Einbau eines Rauchwarnmelders empfohlen.
  • In der Küche sind Rauchwarnmelder nur zu installieren, wenn Falschalarme, z.B. durch Wasserdämpfe, durch die speziellen Leistungsmerkmale des Rauchmelders auszuschließen sind. Badezimmer sind von der Ausstattung mit Rauchwarnmeldern generell ausgenommen.

Installation

Rauchwarnmelder sind immer an der Decke in der Raummitte anzubringen, ein Abstand von mindestens 50 cm von der Wand bzw. von Einrichtungsgegenständen ist einzuhalten. Auch für L-förmige oder unterteilte Räume bzw. Räume mit Unterzügen gibt die Norm detaillierte Empfehlungen für Abstandsverhältnisse und Melderanordnungen.

(Jährliche) Wartung & Instandhaltung

Der Rauchwarnmelder ist gemäß Bedienungsanleitung, jedoch mindestens einmal jährlich auf seine Funktion zu überprüfen. Dazu gehört eine Sichtprüfung, ob die Raucheintrittsöffnungen frei zugänglich sind und der Rauchwarnmelder nicht beschädigt ist; Mängel in diesen Punkten müssen sofort beseitigt werden, d.h. die Raucheintrittsöffnungen sind zu reinigen und ein beschädigter Rauchmelder ist sofort auszutauschen.

Gleichzeitig ist eine Alarmprüfung vorzunehmen. Diese beinhaltet die Auslösung eines Probealarms über die Prüftaste und die Kontrolle der ggf. vorhandenen optischen Individualanzeige.

EN 54-7

In der europäischen Norm EN 54-7:2000 sind Anforderungen, Prüfverfahren und Leistungsmerkmale für punktförmige Rauchmelder mit mehr als einem Rauchsensor festgelegt, die nach dem Streulicht-, Durchlicht- oder Ionisationsprinzip arbeiten. Die Norm behandelt somit Rauchmelder, die in Brandmeldeanlagen eingesetzt werden.

Sie behandelt nicht Rauchmelder, die für Anwendungen in Haushalten oder für vergleichbare Anwendungen im Wohnbereich vorgesehen sind. Deren Anforderungen und Leistungsmerkmale werden in der DIN EN 14604 behandelt.